Lisa Brennauer, Königin vom Sachsenring

Zum zweiten Mal in Folge hat Lisa Brennauer auf ihrem Orca den Sachsenring erobert und sich zur Deutschen Meisterin auf der Straße gekürt. Nach 28 Runde à 3,5 Kilometer überquerte sie die Ziellinie auf der Moto-GP-Rennstrecke als Erste.

Das Meisterschaftsrennen war sehr nervös und alle Augen waren auf Lisa Brennauer sowie ihre Teamkolleginnen Lin Teutenberg und Kathrin Hammes gerichtet.

„Wir sind das Rennen ruhig angegangen, ohne attackierenden Fahrerinnen viel Vorsprung zu lassen. Erst haben es zwei Fahrerinnen versucht, dann nochmal drei, aber wir haben uns davon nicht groß unter Druck setzen lassen“, verrät Kathrin Hammes.

Nachdem die drei Fahrerinnen sich tatsächlich vom Hauptfeld absetzen konnten, wurde ein gleichmäßiger, kontrollierbarer Rückstand gehalten. Doch als die Runden verstrichen, begann der Vorsprung zu wachsen und näherte sich der Marke von zwei Minuten.

Lisa Brennauer versuchte einige Male die Lücke durch eine Attacke zu schließen, wurde aber jeweils wieder vom Hauptfeld eingeholt. Die Lücke nach vorne blieb konstant. Jetzt war Crunch Time!

„Die Strecke war sehr hart, viel härter, als ich erwartet hatte. In jeder Runde hatten wir drei steile Anstiege, über die du mit genügend Schwung drüberfliegen kannst.

Aber nach 28 Runden wird das ganz schön anstrengend. Ich habe während des Rennens mit Lin gesprochen, um zu klären ob das Rennen wirklich so hart war oder ob es daran lag, dass ich nicht so gut drauf war. Der Kurs war wirklich brutal nach so vielen Runden“, sagt Lisa Brennauer.

Zur Halbzeit des Rennens zogen Hammes, Teutenberg und Brennauer das Tempo an und dünnten das Feld aus. Nach der Tempoverschärfung blieben noch 15 bis 20 Fahrerinnen im Titelkampf.

Zum Start der letzten Runde, dreieinhalb Kilometer vor dem Ziel, war noch immer eine Fahrerin allein vorne, gut 50 Sekunden vor dem Feld. „Lin hat einen tollen Job gemacht, um das Loch zu schließen, dann haben Kathrin und ich angegriffen, um den Sprung nach vorne zu schaffen und Speed ins Hauptfeld zu bekommen, in welchem es keine organisierte Verfolgungsarbeit gab.

Kathrin hat die letzten zwei Kilometer ganz alleine die Verfolgung übernommen und mir dann den Sprint angezogen. In der letzten Kurve, rund 350 Meter vor dem Ziel, haben wir die Ausreißerin gestellt. Dann bin ich voll in den Sprint gegangen, um die großartige Arbeit von Kathrin und Lin zu vollenden. Ich bin sehr stolz, das wunderschöne deutsche Meistertrikot verteidigt zu haben“, so Lisa Brennauer.

Kathrin Hammes ergänzt: „Es war toll, dass wir angesichts der aktuellen Situation überhaupt eine Meisterschaft hatten. Noch toller war es natürlich, dass wir den Titel geholt haben. Heute ging es nur um das Team und darum, auf unseren Plan zu vertrauen.“

Vom Sachsenring geht es für Lisa Brennauer direkt zur Europameisterschaft im französischen Plouay, wo bereits am Montag das Einzelzeitfahren auf dem Programm steht, bevor Donnerstag und Freitag das Straßenrennen und die Staffel warten.

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