Zum Siegen geboren: ein reines vollgefedertes XC-Race-Bike

OIZ

Zum Siegen geboren: ein reines vollgefedertes XC-Race-Bike

Unser Motto lautet „Oiz wurde zum Siegen geboren“, und das stimmt auch! Vom ersten Prototypen, mit dem Catharine Pendrel 2011 ihren ersten WM-Titel gewann, bis hin zur aktualisierten BWC-Version ihres Sieges 2014 (ein weiterer Prototyp) war das Oiz nie weit von den Siegerpodien entfernt. Die Tatsache, dass die Athletin nicht nur einmal, sondern gleich zweimal gewillt war, bei der wichtigsten Veranstaltung des Jahres einen nur wenige Tage alten Prototypen zu fahren, zeugt von ihrem enormen Vertrauen. Beide hatten viel zu verlieren, aber sowohl das Oiz als auch Pendrel haben es geschafft. Es war zwar auch ein bisschen Glück dabei, aber der Erfolg war auf jeden Fall kein Zufall. Er ist der Beweis dafür, dass das Oiz vor allem zu einem Zweck entworfen wurde: Geschwindigkeit!

Schon 2003 waren wir auf der Suche nach einer Kombination von Hinterradstoßdämpfern und reinem Cross-Rahmen, um das Rad schneller zu machen, ohne dabei Effizienz zu verlieren. Während wir Jahre lang neue Versionen des Oiz entwarfen, machte das Cross-Fahren eine ähnlich schnelle Entwicklung durch, und heute nehmen oft genauso viele Fahrer auf vollgefederten Bikes wie auf den ehrwürdigen Hardtails teil. Und die Arbeit, die wir in die Entwicklung gesteckt haben, hat sich mehr als bezahlt gemacht. Das Oiz hat unter der Fahrerin des Luna-Teams Catharine Pendrel zwei WM-Titel gewonnen und ist überall ein äußerst beliebtes Modell. Das heutige Oiz ist leichter und steifer und hat eine bessere Geometrie als die Konkurrenz. Und auf den immer aggressiver werdenden WM-Geländen sticht dieser Vorteil immer deutlicher hervor. Anstatt die bestehenden Modelle aufzuputschen, um sie ständig an die neuen XC-Bedürfnisse anzupassen, freuen wir uns darüber, uns darauf beschränken zu können, subtile Verfeinerungen an der bereits überlegenen Plattform anzubringen, und dabei zu wissen, dass das etwas ganz Besonderes ist.

Woraus besteht also die DNS eines Rades, das zum Siegen geboren wurde? Aus einer Kombination von Rahmen, Federung und Geometrie, die sich an einen aggressiven Fahrstil bei höchster Geschwindigkeit und vollem Einsatz anpasst. Keiner dieser Aspekte allein ist eine Garantie, um das allerbeste Fahrrad zu erschaffen. Und eben deshalb sind wir nur zufrieden, wenn wir auf ALLEN drei Gebieten das beste Ergebnis erreichen, damit du dich in dein Rad verlieben kannst, wenn du als erster über die Ziellinie fährst, deine Freunde auf einem Anstieg voller Baumwurzeln abhängst, auf dem rauesten Gelände im Sattel bleibst und nach der Fahrt die Anerkennung deiner Konkurrenten erntest: Das Oiz schafft so etwas jeden Tag.

Auf der Suche nach dem Heiligen Gral des geringen Gewichts und der perfekten Steifigkeit

Monocoque-Rahmen sind heutzutage als die beste Methode zur Herstellung von Carbon-Bikes praktisch allgegenwärtig. Das Oiz ist dabei keine Ausnahme und darüber hinaus das beste Beispiel für die extreme Anstrengung, den Rahmen extrem simpel zu halten. Der Oiz-Rahmen setzt sich aus nur drei Teilen zusammen: das Vorderdreieck und die beiden Seiten der Radschwinge. Das heißt, das gesamte Oiz hat nur einen Verbindungspunkt und zwar im Bereich mit relativ geringer Spannung, an der großen Querstrebe in der Nähe des Innenlagers. Die Verwendung von so wenig Einzelteilen wie nur möglich reduziert die Anzahl der Verbindungsbereiche, was zu einer hohen Steigerung der Zuverlässigkeit und Fahrqualität führt, da Klebeverbindungen im Widerspruch zur natürlichen Stärke und Beständigkeit des Carbons stehen.

Die Voll-Carbon-Philosophie unseres Rahmens ermöglicht eine noch höhere Gewichtsreduzierung. Wir haben die Rahmeneinsätze und -ergänzungen aus Alu auf ein Minimum zusammengestrichen. Lenker, Innenlager und Achsen werden direkt ins Carbon eingesetzt, und sogar der einzigartige Stoßdämpfereinsatz ist aus Carbon. All diese Lösungen führen jedoch nicht zu einer Minderung der Beständigkeit, sondern erhöhen die Widerstandskraft in diesen kritischen Bereichen, wobei zudem der Einsatz von Leim vermieden wird. Das Oiz, wie alle unsere Rahmen, verfügt über eine lebenslange Garantie, die Ausdruck unserer Tests und Analysen sowie unserer Suche nach vollendeter Einfachheit ist. Das Oiz verwendet fortgeschrittenste Technologie für die Carbon-Herstellung, um die anspruchsvollsten Rahmen zu fertigen. Die Ergebnisse dieses sorgfältigen, komplizierten Prozesses wirst du im Gelände zu schätzen wissen.

Der Ausdruck „U-FLEXION by ORBEA“ basiert auf der einmaligen flachen U-Form des ursprünglichen Designs der Kettenstreben. Schon 2005 waren wir einer der ersten Radhersteller, die merkten, dass der Verzicht auf Drehpunktmaterial an den XC-Radschwingen zur Reduzierung des Gewichts und Erhöhung der Drehsteifigkeit führt. Das erste Oiz verwendete damals flexible Kettenstreben mit einem 75-mm-Weg. Während andere Hersteller bei Variationen dieses ursprünglichen Designs verblieben, trotz der unerwünschten Lage des Hauptdrehpunkts an den Streben, suchten wir nach einem ausgewogeneren, effizienteren Federgefühl. Unsere Arbeit am neuen Oiz begann 2010 mit der Kombination aus traditionellem Drehpunkt und flexiblem UFO-Sitzstrebendesign, und das haben wir nie bereut. Inzwischen haben viele unserer Konkurrenten dieses Design kopiert, aber unsere positiven Erfahrungen in der Entwicklung halten uns diesbezüglich weiter an der Spitze.

Das UFO-Design des Oiz eliminiert den Drehpunkt an der Hinterachse und führt zu einem simpleren, leichteren Rad, das zudem weniger Wartung benötigt. Die erhöhte Seitenstabilität der UFO-Räder führt zu mehr Präzision und höherer Beschleunigung, wie sie sonst bei keinem vollgefederten Bike zu finden sind. UFO bedeutet 110 g weniger Gewicht der Lager und Hardware am Rahmen und führt zu einem Gesamtgewicht des MD 29 von nur 1,7 kg, was wohl der leichteste Vollfederungsrahmen auf dem ganzen Markt ist. Die Oiz-Streben weisen bei maximaler Federung eine Biegung von 7 mm auf. Der zur Biegung der Streben notwendige Kraftaufwand kann vernachlässigt werden, denn er beträgt nur 2 % der Kraft, die zur vollständigen Stauchung der Federung notwendig ist. Dieser geringe Effekt kann durch Einstellen und Testen der Federung leicht ausgeglichen werden.

Die sogenannte „Tensegrity“ ist ein fester Bestandteil unserer Voll-Carbon-Philosophie. Um diese elegante einteilige Voll-Carbon-Federung mit Umlenkhebel beim Oiz zu entwerfen, haben wir Überstunden gemacht. Aufgrund der starken Kräfte, die auf dieses Teil einwirken, haben wir für die Perfektionierung der enttäuschend einfachen Verbindung tatsächlich mehrere Monate gebraucht. Es liegt auf der Hand, dass hier der Großteil der Bewegung auf der Stoßebene liegt, aber daneben gibt es noch zahlreiche kleine Drehkräfte, die von den Seiten des Hebels ausgehen und dazu führten, dass unser minimalistisches Ausgangsmodell bei den Tests zu früh brach. Wir überholten die Form mehrmals und fügten Material hinzu, aber das sollte nicht ausreichen. Als wir dann kurz davor standen, aufzugeben und uns für Plan B zu entscheiden (ein 80 g schwererer Metallhebel), ließ sich einer unserer Ingenieure von den zahlreichen Hängebrücken im Baskenland inspirieren und baute eine gekürzte Speiche in die Verbindung ein: ¡voilà! Die Verbindung übertraf bei weitem unsere Testparameter, und somit war die Tensegrity geboren. Die minimalistische Stahlstrebe am Übergang von der Verbindung zum Sattelschaft gleicht die seitlichen Kräfte aus und bietet optimale Steifigkeit bei äußerst geringem Eigengewicht.

Die perfekten Federungseigenschaften für unser XC-Meisterwerk

Die XC-Federung unterscheidet sich von der des Trailbikes. XC-Fahrer benötigen eine Federung, die praktisch kaum zu spüren ist, solange sie nicht gerade benötigt wird, um keine Energie zu verschwenden, wenn es bergauf geht. Aber das Gleichgewicht zwischen Effizienz und Kontrolle ist keine leichte Aufgabe. Viele Fahrer füllen die Hinterradstoßdämpfer auf, um den Federweg zu minimieren, aber trotzdem brauchen sie eine Federung für raues Gelände, wenn es notwendig ist. Die Federung mit „fortgeschrittener Dynamik“ schafft beides.

Fortgeschrittene Dynamik ist kein unveränderliches Design, sondern ein fortlaufender Prozess. Wir sind nicht auf eine einzige Konfiguration beschränkt, die wir auf alle Modelle von XC bis Gravity anwenden müssen. Vielmehr benutzen wir den Prozess der fortgeschrittenen Dynamik dazu, festzulegen, wie Verbindungen und Drehpunkte auszusehen haben, wo sie liegen müssen und wie sie mit dem Stoßdämpfer zusammenarbeiten müssen, um die beste Leistung zu erzielen.

Fortgeschrittene Dynamik ist der Kern eines jeden gefederten Orbea-Rades. Dieser EDV-gestützte Modellierungsprozess, den wir zusammen mit dem Technologischen Forschungs- und Studienzentrum CEIT entwickelt haben, ermöglicht es uns, unsere Federungsplattformen virtuell zu testen und abzustimmen. Auf der Grundlage einer umfassenden Datenbank über Stoßdämpfer- und Komponentenverhalten untersuchen wir jedes Design hinsichtlich einer Simulation der Kräfte, die ein Fahrer auf Pedale, Sattel und Lenker ausübt. Die Tests lassen sich so anpassen, dass verschiedene Variablen – Körpergröße des Fahrers Gewicht, Fahrstil – auf verschiedenen Pisten bewertet werden können. Sogar der Reifendruck lässt sich testen, noch ehe auch nur ein Schweißbrenner angemacht wird.

Wenn die Reifen schließlich durch den Matsch rasen, können wir uns zusammen mit unseren Federungspartnern ganz auf die Feinanpassung der Stoßdämpfermerkmale und Federkurven konzentrieren. Der Vorteil davon, bei einem Ausgangspunkt von 90 % zu starten, ist, dass wir der Perfektion von Beginn an näher kommen. Das mag vielleicht etwas übertrieben erscheinen, aber nur so kann aus einem guten Bike das allerbeste Fahrrad werden. Viele denken, dass auch andere Fahrradhersteller genauso arbeiten, aber das ist leider nicht der Fall. Die Testdatenbank von Orbeas fortgeschrittener Dynamik, die durch eine ungewöhnlich enge Zusammenarbeit mit unseren Federungspartnern zusammengetragen wurde, ist in der Branche einmalig.

Das Federungsverhältnis des Oiz ist perfekt für effiziente XC-Fahrten. Der Federweg kann bis auf 15 % reduziert werden, um ein stabiles Pedalgefühl zu erzeugen, aber selbst dann liefert das progressive/regressive Federungsdesign bei Bedarf einen Federweg von 95 mm. Das Federungsverhältnis nimmt auf den ersten drei Vierteln der Skala zu und wechselt dann zu einem abnehmenden Verhältnis, um die zunehmende Härte des Luftstoßes auszugleichen und bei großen Stößen den vollen Federweg auszunutzen. Die individuelle Einstellung des Stoßdämpfers ermöglicht die Minimierung der Federkräfte und eine Fahrt in erhöhter Position, um Geometrie und Effizienz beizubehalten.

Der Hauptdrehpunkt am neuen Oiz ist so angeordnet, dass es effizient sowohl mit einem als auch mit zwei Kettenblättern ausgerüstet werden kann, und zusammen mit dem Hersteller Fox haben wir spezielle Stoßdämpfer entwickelt, um den Eigenschaften des Federungsdesigns gerecht zu werden. Die Drehpunktanordnung wurde entsprechend der Tretkurbelabsenkung noch weiter verfeinert, um die gleichen hundertprozentigen Antisquat-Eigenschaften auch zu erreichen, wenn bei größeren Reifen größere Zahnkranzpakete verwendet werden.

Anpassung an Weltpokal-Eigenschaften

Die Renngeometrie des Oiz ist das Ergebnis einer jahrelangen Entwicklung von Weltklasse-XC-Bikes. Die Haltung ist aggressiv, komfortabel und schnell. Anders als bei der Trail-Geometrie, bei der ein Teil der Präzision zugunsten der Haltbarkeit geopfert werden muss, wird bei der XC-Geometrie auf maximale Kraftübertragung gezielt. Alle Winkel und Abmessungen wurden bei verschiedenen Größen genauestens untersucht, um höchste Wattzahlen und bessere Effizienz zu ermöglichen.

Die kürzeren Kettenstreben, niedrigeren Lenkerhöhen und längeren Cockpits sind die wichtigsten Eigenschaften dieser Räder, die entworfen wurden, um auch die härtesten XC-Strecken zu bewältigen. Die Lenkkopfwinkel wurden auf die Reifengröße (27,5er oder 29er) abgestimmt und werden im Allgemeinen als Reaktion auf die immer häufigeren Abfahrten, Steine und Wurzeln auf den Rennstrecken ständig entspannter.

Die von 142 mm auf 148 mm/Boost erhöhte Hinterachsenlänge ermöglicht eine Verlagerung der Kette um 3 mm nach außen, wodurch mehr Raum an der Tretkurbel erreicht wird. Das klingt vielleicht nicht nach viel, aber so wird mehr Raum für einen größeren Reifenstand, größere Kettenblätter und einen Kettenumwerfer geschaffen. Das neue Oiz bietet einen angemessenen Reifenstand bei 2,4er-Reifen, um auch bei ungünstigen Fahrbedingungen mehr Flexibilität zu bieten. Einzelkettenblätter werden immer populärer, aber Doppelkettenblätter herrschen besonders auf steilen Parcours weiterhin vor, und mehr Platz bedeutet ein geringeres Chainsuck-Risiko und mehr Kettenblattoptionen. Darüber hinaus bringt die Boost-Erweiterung Durchgangsachsen vorne und hinten mit sich, um die allerbesten Spur- und Bremseigenschaften zu ermöglichen.

Das alles führt zu länger Haltbarkeit, feinerem Fahrverhalten und schnellerer Fahrt durch raues Gelände.

Das Oiz wurde für reine Geschwindigkeit entworfen. Für Fahrer, die auf jedes Gramm achten, bedeutet das auch eine superleichte Sattelstütze aus Carbon. Aber deshalb ist das Oiz noch lange kein Schwächling bei den Abfahrten. Die interne Dropper-Führung ist ein simples Detail, das besonders von denjenigen Fahrern geschätzt werden wird, die nichts gegen eine schwerere Dropper-Stütze einzuwenden haben, wenn sie dadurch bei Abfahrten das Feld hinter sich lassen. Die letzten Monate des Jahres 2016 haben gezeigt, dass die besten Weltpokalfahrer die 250 g Mehrgewicht des Droppers akzeptieren, weil es ihnen ermöglicht, die Geschwindigkeit auf der gesamten Strecke zu maximieren und nicht nur an Steigungen.

Welches Fazit können wir ziehen?

Das Oiz wurde für schnelle, erfahrene Fahrer entworfen, die Wert auf ein extrem leichtes, effizientes und zuverlässiges Rad mit Federung legen. Das vollgefederte Oiz ist mehrfacher XC-Weltmeister und wird vom Team Luna Chix gefahren.

Wir haben es bewusst vermieden, das Oiz zu einem 100-mm-Universal-XC-Bike mit Luxusfederung und Allround-Eigenschaften zu machen, denn wir wissen, dass ein solches Rad bestimmt kein Top-Rennen gewinnen wird. Wir haben Jahre damit zugebracht, Fahrer zu interviewen, die virtuellen Modelle den fortgeschrittenen Dynamiktests zu unterziehen und Tausende von Kilometern aller nur denkbaren verschiedenen Geländetypen zu registrieren. Wir haben über subtilen Verfeinerungen der Carbon-Formen und Laminierungsplänen gebrütet, um den Traum aller echten XC-Rider wahr werden zu lassen: das leichteste, steifste und effizienteste vollgefederte XC-Bike auf dem Markt!

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