1 July, 2024
Stark auf alpinem terrain
Eben zeigt sich die Morgensonne über den majestätischen Gipfeln der Alpen und taucht die Landschaft in ein willkommenes goldenes Licht. Es ist eine Szenerie, die die Fahrer*innen des Orbea Factory Teams in eine Mischung aus Ruhe und Hochspannung versetzt – denn ein weiteres Rennen des internationalen Kalenders steht bevor.
Vor ein paar Wochen sind sie noch im tschechischen Nove Mesto gefahren, dessen Kurs berühmt ist für halsbrecherisches Tempo und technisch anspruchsvolle Highspeed-Passagen. Danach ging es nach Val di Sole, bekannt für kniffelige Abfahrten und schweres Terrain.
Nach den spannenden Herausforderungen dieser zwei ikonischen Strecken ist das Orbea Factory Team mehr als gut vorbereitet auf den nächsten Durchgang – kein Wunder angesichts der Erfahrungen, die man bei zwei der prestigeträchtigsten Mountainbike-Rennen sammeln kann.
Doch Crans Montana, ein neuer und anspruchsvoller Kurs, holte die Fahrer*innen aus ihrer Komfortzone. Schon nach ein paar Minuten auf der beispiellosen Strecke verwandelten sich Motivation und Zuversicht in Anspannung und Nervosität. Das schwerste Rennen der Saison hat eine so umfangreiche Vorbereitung wie nie zuvor erfordert: die stundenlange Suche nach der optimalen Linie, eine exakte Analyse der Strecke, wobei jeder Stein und jede Wurzel registriert wurde, sowie die zeitintensive Einstellung der Bikes. All das mit dem Anspruch, auf dem schweren Parcours von Crans Montana zu den Schnellsten und Geschicktesten zu gehören.
Wie sich zeigte, war das Orbea Factory Team auch den schwersten Bedingungen gewachsen. Kurse wie der von Crans Montana sind an sich schon Herausforderung genug, doch wenn dazu das Wetter querschießt, wird die Sache noch schwieriger. Die Unwetter vor dem Rennen hatten den Untergrund aufgeweicht und rutschig gemacht und eine Situation geschaffen, in der alles passen musste. Wie ein Puzzle, dessen Teile sauber ineinander passen müssen, kam es jetzt auf perfekte Teamwork an.
Fahrer*innen und Mechaniker, Manager und Betreuer*innen arbeiteten Hand in Hand, um für Erfolg zu sorgen – und der beste Auftritt des Teams in diesem Jahr hat gezeigt, was das Orbea Factory Team leisten kann. Natürlich geht es letzten Endes um Ergebnisse, doch die wirkliche Leistung besteht in dem Prozess, der zu ihnen führt und zukünftigen Erfolgen den Weg ebnet. In der U23-Kategorie und der Eliteklasse hat kein Team eine so bemerkenswerte und globale Stellung wie das Orbea Factory Team.
Zwei Wochen in einer so großen Gruppe zusammenzuleben, ist gerade in einem Umfeld wie dem Rennzirkus eine Herausforderung. Doch gerade die menschliche Nähe hat zu einem positiven, bereichernden Erlebnis geführt. Die Fähigkeit, Herausforderungen in Möglichkeiten zu verwandeln, demonstriert die außergewöhnliche Stärke und Einigkeit des Teams. Chiara beschreibt es als eine große Familie, die nicht nur durch die Rennen zusammengehalten wird, sondern auch durch persönliche Momente im täglichen Zusammenleben.
Der Kurs von Crans Montana war besonders anspruchsvoll, und hier konnte sich das Orbea Oiz bewähren, die Wahl des kompletten Teams. Bei den extremen Bedingungen, die eine XCC- oder XCO-Strecke mit sich bringen kann, stach es sogar noch mehr hervor. Für die Sprünge, Steinfelder und extremen Abfahrten, dazu die schlammigen Bedingungen, war das aktuelle Oiz das perfekte Bike – hier konnte es seine 120 mm Federweg bestens in Szene setzen.