12 May, 2026

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Am 9. Mai haben wir unsere jährliche Generalversammlung abgehalten. Ein wichtiger Moment, um zurückzublicken, die Situation der Branche zu verstehen und vor allem, um Entscheidungen mit langfristiger Perspektive zu treffen.

Ein anspruchsvolles Umfeld, das unser Modell stärkt

2025 war erneut ein besonders komplexes Jahr für die Fahrradindustrie. Überangebot, hoher Rabattdruck und die Notwendigkeit, kurzfristig Liquidität zu schaffen, haben große Teile der Branche in Strategien gedrängt, die die Margen geschwächt und die Nachhaltigkeit vieler Projekte gefährdet haben. In diesem Umfeld fühlen wir uns in unserem Modell bestätigt.

Seit Jahren vertreten wir eine Art zu arbeiten, die auf langfristigem Denken, dem Festhalten an Werten, der Nähe zum Fachhandel und nachhaltigen Beziehungen innerhalb des gesamten Systems basiert. Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich der wahre Wert dieser Vision. Auch 2025 haben wir weiter auf Innovation, Produktentwicklung und Differenzierung gesetzt und dabei bewusst Dynamiken vermieden, die die Zukunft hätten gefährden können.

Dadurch konnten wir das Geschäftsjahr mit einem begrenzten Umsatzrückgang von 2,3 % im Vergleich zu 2024 und nur minimalen Auswirkungen auf die Margen abschließen. Unsere Ergebnisse liegen damit weiterhin im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Über die Zahlen hinaus zeigt dieses Ergebnis die Reife und Stärke eines Projekts, das mit Überzeugung aufgebaut wurde. Wir gehen davon aus, dass die kommenden Jahre anspruchsvoll bleiben werden. Genau dort fühlen wir uns jedoch am wettbewerbsfähigsten: in Szenarien, die Disziplin, Anpassungsfähigkeit und eine klare Vorstellung davon verlangen, wohin wir uns entwickeln wollen.

Differenzierung durch Innovation

Im Laufe des Jahres haben wir neue Entwicklungen und Plattformen vorgestellt, die von einigen der wichtigsten unabhängigen Medien der Branche ausgezeichnet wurden. Doch über einzelne Produkteinführungen hinaus stehen wir für eine Idee: In einem Markt, in dem sich Produkte immer ähnlicher werden, liegt der Unterschied auch darin, wie man Dinge tut – und in der Verbindung zwischen dem, was man sagt, und dem, was man wirklich ist. Deshalb investieren wir weiterhin in eigene Kompetenzen, in Technologie, Fertigung und Produkte, die eine besondere Art widerspiegeln, den Radsport zu verstehen.

Wirkung statt Nachwirkung

Während der Generalversammlung haben wir außerdem unseren neuen Impact Plan vorgestellt. Für die Genossenschaft ist Impact nichts, das vom Geschäft getrennt ist oder erst im Nachhinein entsteht. Er ist Teil der Art und Weise, wie wir Entscheidungen treffen, investieren und Zukunft gestalten. Als Genossenschaft glauben wir, dass Wertschöpfung immer mit Verantwortung gegenüber Menschen, Region und kommenden Generationen verbunden sein muss.

Wir sind überzeugt, dass wir dank der Kraft des Radsports die Fähigkeit haben, Wirkung zu vervielfachen – durch das, was wir tun und durch die Art, wie wir es tun. Deshalb setzen wir weiterhin auf ein Modell, das den Wert für Nutzer:innen, Nachhaltigkeit für den Fachhandel und einen positiven Einfluss auf Umwelt und Gemeinschaften in Einklang bringen will.

Heute beschäftigt Orbea bereits mehr als 1.000 Mitarbeitende. Wir haben die Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Rund 80 % dieser Arbeitsplätze entstehen im Baskenland. Zudem fließen nach wie vor rund 20 % unserer Ergebnisse in Solidaritäts- und Sozialfonds, weil wir überzeugt sind, dass Reinvestition ein wesentlicher Bestandteil unseres Weges ist.

Ein stimmigeres Erlebnis schaffen

2026 wird ein wichtiges Jahr für die Genossenschaft. Neben einigen der ambitioniertesten Produktprojekte der letzten Jahre arbeiten wir daran, das Erlebnis an allen Kontaktpunkten weiter zu verbessern. Eines der sichtbarsten Beispiele dafür ist die neue Orbea Website, die am 10. Mai veröffentlicht wurde – eine Plattform, die jedes Fahrrad, die Personalisierung und unsere Identität als Genossenschaft noch stärker hervorheben soll. Parallel dazu entwickeln wir unsere Kommunikation unter dem Leitgedanken „Draw the Line“ weiter.

Ein neues Kapitel

Die Generalversammlung diente außerdem der Neubesetzung der Leitungsorgane der Genossenschaft. Nagore Larrabeiti, seit mehr als 20 Jahren Teil von Orbea und seit 2012 Finanzdirektorin, wurde zur neuen Präsidentin der Genossenschaft gewählt.

Damit beginnt ein neues Kapitel, das wir mit Begeisterung, Verantwortung und der Überzeugung angehen, weiterhin ein wettbewerbsfähiges, rentables und unseren Werten treues Projekt aufzubauen.